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Archive for the ‘Dreifisch’ Category

Antependium Dreifisch

Antependium mit Triskele in St. Nikolai Potsdam


Wenn man den Hauptbahnhof Potsdam verlässt, kann man die Kuppel bereits am Horizont sehen. Was den Katholiken der Petersdom in Rom und den Engländern die St. Paul’s Cathedral in London, das ist den Potsdamern ihre Nikolaikirche. Drei Architekten hat die Fertigstellung der klassizistischen Kuppelkirche verschlissen. Entworfen wurde St. Nikolai vom brandenburgischen Architekten Karl Friedrich Schinkel („In jedem Winkel steht ein Schinkel“). Mit dessen Tod übernahm sein Schüler Ludwig Persius und baute die gewagte Kuppelkonstruktion. Als Persius nach einer Italienreise den Löffel abgab, stellte ein anderer Schinkelschüler den Kirchenbau fertig: Friedrich August Stüler, der auch die (Nationalgalerie und das Neue Museum auf der Museumsinsel Berlin entworfen hat.

Im Inneren der Nikolaikirche entdeckte ich heute ein Antependium mit vertrautem Motiv: eine Triskele oder gar ein Dreifisch? Nichts genaues weiß ich leider nicht. Die beiden Engel links und rechts haben mir auch nüscht über den grünen Kanzelbehang verraten. Achtet auf die Zeichen, denn die Antwort ist irgendwo dort draußen!

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Hansekogge mit vier Dreifischen

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Museum Kaffeemühle Wolgast
Maße:
Jahr:

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Dreifschteppich mit sanfter Wellenkante

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Museum Kaffeemühle Wolgast
Maße:
Jahr:

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Stolzer Fang: zwei Jesusfische (Ichthys)

Hin und wieder wartet ein guter Fang im Internetz. Die beiden Aufnahmen wurden leider nicht von mir herausgefischt, sie wurden mir von Fiete Fischer zugespielt, der sie ebenfalls über Umwege im Netz erbeutet hat.

Diese extrem seltenen Fotos zeigen Teppichfischer bei ihrer harten Arbeit auf Hoher See. Die Fotos stammen noch aus einer Zeit, als die Fischer Ostvorpommerns allmorgendlich mit ihren Kuttern aufs offene Meer hinausfuhren, um Ostseeteppiche zu fangen. Bestimmt wird jetzt der ein oder andere Leser die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und diesen heftig schütteln. Richtig, Ostseeteppiche werden natürlich nicht gefangen sondern gemacht.

Hierzu angeln die Teppichfischer nach speziellen Plattfischen (Pleuronectiformes), die entgrätet und gleichmäßig platt geklopft weiterverarbeitet werden. Im Anschluss werden sie zum Trocknen aufgehängt (aufgeknüpft), wobei sie nach allen vier Seiten unter Spannung stehen, um eine gleichmäßig viereckige Form zu gewährleisten. Dieser Vorgang ist gemeinhin als Teppichknüpfen bekannt.

Je kapitaler der gefangene Plattfisch, desto größer auch der Fischerteppich. Doch in den vergangenen Jahren sind die Bestände in der Ostsee dramatisch zurückgegangen. Vorbei die Zeit der prächtigen Bodenteppiche, bei denen locker Größen von 2 x 3 Metern erreicht wurden. Die heutzutage verbliebenen Plattfische mit ihren Ausmaßen von maximal 40 x 40 Zentimetern taugen nur noch als Sitzteppiche oder Fußmatten.

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Die Art des gefangenen Fisches entscheidet wesentlich über das Motiv des Fischerteppichs. Für die Region charakteristische Muster ergeben sich durch die Verwendung von Zackenbarschen (Epinephelinae). Blaupunktbuntbarsch (Aequidens pulcher) und Dreipunkt-Flunder (Samariscus triocellatus) ermöglichen gepunktete Teppiche, Streifenbannerfische (Hemigymnus fasciatus) und Zweistreifenkärpflinge (Skiffia bilineata) gestreifte. Beliebt sind auch Kreuzflecksalmler (Hemigrammus tridens) oder Kreuzstreifen-Schokoladengurami (Sphaerichthys selatanensis). Für einen ausgefallenen Flickenteppich bietet sich u.a. der Große Fetzenfisch (Phycodurus eques) an.

Auf den hier verwendeten Bildern sind übrigens kleine Jesusfische (Ichthys) zu sehen, die vor allem als Altarteppiche im Ostseeraum begehrt und typisch sind. Weitere religiöse Motive liefern Gotteslachse (Lampris guttatus) und Kreuzwelse (Sciades seemanni).

Vom Aussterben der Fischarten sind leider auch die Fischer- respektive Ostseeteppiche akut bedroht. Nur noch wenige dieser handgefischten Bodentextilien gelangen heutzutage in den Handel oder werden zu horrenden Preisen an obskure Teppichperser verhökert. Stolze Teppichfischer, wie auf diesen Fotos, werden wohl bald der Vergangenheit angehören. So ist die Teppichfischerei in der Ostsee ein weiteres Beispiel dafür, wie der schnelle Profit Krisenphänomene heraufbeschwört. Die Krise heißt Kapitalismus und die Krise heißt Mensch. Mensch, ändere dich!

Fotos (2): Holler di Hoppel

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Dreifische mit Runenzeichen und sanfter Wellenkante

Besitz: Angelika Mengelkamp
Anfertigung: Angelika Mengelkamp
Jahr: nach 2000
Maße:

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2008 feiern die Fischerteppiche ihren 80. Geburtstag, denn 1928 wurde die Idee zu dieser Nebenbeschäftigung für die Freester Fischer geboren. Aus diesem Grund wandert eine Ausstellung unter dem Slogan „Wi knüppen un wäben en Teppich för’t Leben“ durch Vorpommern. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgte am 21. Juli 2008 – natürlich! – in der Freester Heimatstube und wird dort bis zum 21. August zu sehen sein.

Eingangstor zur Heimatstube in Freest
Eingangstor zur Heimatstube in Freest

Weitere Termine im Anschluss sind:
– 25. August – 25. September 2008 in Mölschow: Alte Gutsanlage
– 31. Oktober – 1. Dezember 2008 in Anklam: Steintor
– 6. Dezember – 12. Januar 2009 in Zinnowitz: Hotel Baltic
– 17. Januar – 14. Februar 2009 in Lubmin: Seebadzentrum

Und zum Nachtisch: Anlässlich einer bereits zurückliegenden Ausstellung in Greifswald (13. März – 30. April 2008) zum 110. Geburtstag des „Paten der Fischerteppiche“ Rudolf Stundl erschien ein schicker und sehr informativer Ausstellungskatalog. Der Katalog wurde von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität herausgegeben, denn diese verwaltet den künstlerischen Nachlass Stundls, darunter eben auch 23 Fischerteppiche.

Der Katalog des Autorenduos Birgit Dahlenburg und Kurt Feltkamp heißt Freester Fischerteppiche der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Das quadratische Büchlein hat 70 Seiten und verfügt über einen sehr schönen Bildteil mit farbigen Knüpf- und Webarbeiten von Rudolf Stundl und seiner Frau Frida Stundl-Pietschmann. Der Katalog kann über den traditionellen Buchhandel bezogen werden und kostete mich 6,90 Euro.

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Dreifisch

Schafwolle, Privatbesitz

Hersteller:
Jahr:
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