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Archive for the ‘Zitat’ Category

»Ich bin von Zweifeln geplagt. Was, wenn alles nur Illusion ist und nichts wirklich existiert? In diesem Fall habe ich eindeutig zuviel für meinen Teppich bezahlt.«

Woody Allen

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Herzrasen

Herzrasen (Anklicken zum Ankieken)

»Hab ich Dich bisher geleitet,
Wanke nicht an meiner Hand,
Sieh, der Teppich ist gebreitet,
Und es grüßt das Uferland.«

(Friederike Kempner)

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»Gern möchte ich durch’s Leben Dich begleiten,
Von Blumenduft und lindem Hauch umweht,
Und meinen bunten Teppich stets Dir breiten,
Wohin Dein Fuß auf dieser Erde geht.«

(Luise Hensel)

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»Alles liebet! Liebe gleitet
Durch die blühende Natur,
Liebe zeuget Blumen, breitet
Manchen Teppich auf die Flur.«

(Ludwig Heinrich Christoph Hölty: Maylied)

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Wo Sumpf und Lache jüngst gebrodelt,
Ist alles in Teppich umgemodelt –
Ein Riesenteppich, blumengeziert,
Viele Meilen im Geviert.

(Theodor Fontane: Havelland)

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»Du breitest aus den Himmel, wie einen Teppich

(Barthold Heinrich Brockes: Irdisches Vergnügen in Gott)

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»Ich lass‘ mir einen Teppich bringen,
Lieg‘ auf dem Marmor hingestreckt,
Die Vögel blühn, die Blumen singen,
Ein Himmel hat mich zugedeckt.«

(Clemens Brentano: Alhambra)

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»Ich presste das schwere Buch an meinen Körper; auf den fleckigen Seiten war alles versammelt, was unsere Teppichkunst einst zu dreifacher Blüte gebracht hatte

  1. die Kombination der Symbole mit ihrer erprobten zauberischen Wirkung,
  2. die Geheimnisse der Farbgewinnung aus Kadik, Färberkamille und Krapppflanze und
  3. natürlich auch die Muster und Techniken für unsere Doppelgewebe und Knüpfarbeiten.

Denk immer, Zygmunt, du musst dem Material lassen, was es selbst einbringt; nichts kann die Weichheit und Wärme der Wolle ersetzen. Darum lass das Material wirken, bevor du dir Unterstützung holst bei der Farbe; lass die Wolle Licht aufsaugen und Licht abgeben, dann hast du schon den Raum. Versuch nicht, die Malerei nachzuahmen, und verbirg niemals, was Kette und Schuss aus sich selbst hervorbringen…«

(Siegfried Lenz: Heimatmuseum. Roman)

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Bernward Vesper, früher Lebensgefährte von Gudrun Ensslin, auf LSD:

Und ich, den Arm voller Blumen, kam an dem Teppichgeschäft vorbei, verstehst Du, ging hinein, war niemand drin, und drehte sie um, sah das Geflecht der Knoten auf der Rückseite, die langen, weichen abgestutzten Fäden, in denen die Finger schimmernde Spuren hinterlassen. Dann kam der Typ und ich sagte: »Wer kauft denn hier die Teppiche, gibt es denn Leute, die hier was kaufen?« – »Ja‘, sagte er, »nicht viele, aber ab und zu kommt schon einer.« – »Und: was kostet denn der zum Beispiel?« – »2300«, sagte er. Und da waren Teppiche, die kosten 20.000! Eine Gemeinheit, eine verfluchte Sauerei, dass ich mir nicht so’n Teppich aufschultern kann, drauf schlafen, aufwachen, verstehst Du.

»Schenken Sie mir doch einen, Sie haben so viele«, sagte ich. »Das kann ich nicht! Ich bin auch nur angestellt hier.« Dann kam er aber näher und sagte: »Wo wohnen Sie denn, vielleicht kann ich Ihnen einen vorbeibringen.« Ich hätte mit ihm gebumst für einen Teppich, bestimmt. Ich war auf dem Trip. Jetzt könnte ich nicht mehr. Ich gab ihm meine Anschrift. »Und wie heißen Sie?« fragte er. »Das sage ich Ihnen erst, wenn Sie mit dem Teppich kommen, 4. Stock«, sagte ich. Ein Widerling, ein Schleimscheißer, aber, verdammt, ich hätt’s gemacht. Ein TEPPICH, ein TEPPICH!

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Bernward Vesper: Die Reise, 1977, März-Verlag, S. 102

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„Man hätte sich gern auf den Rasen, am Abhange des Hügels, der ausgespannten Landschaft gegenüber gelagert, hätte man die Feuchtigkeit der Erde nicht gescheut. Es wäre göttlich, meinte wer aus der Gesellschaft, wenn man türkische Teppiche hätte, sie hier auszubreiten. Der Wunsch war nicht so bald ausgesprochen, als schon der Mann im grauen Rock die Hand in der Rocktasche hatte und mit bescheidener, ja demütiger Gebärde einen reichen, golddurchwirkten türkischen Teppich daraus zu ziehen bemüht war. Bediente nahmen ihn in Empfang, als müsse es so sein, und entfalteten ihn am begehrten Orte. Die Gesellschaft nahm ohne Umstände Platz darauf; ich wiederum sah betroffen den Mann, die Tasche, den Teppich an, der über zwanzig Schritte in der Länge und zehn in der Breite maß, und rieb mir die Augen, nicht wissend, was ich dazu denken sollte, besonders da niemand etwas Merkwürdiges darin fand.“

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(Adelbert von Chamisso: Peter Schlemihls wundersame Geschichte)

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»Der Teppich ist die Seele des Zimmers; nach ihm müssen sich nicht nur die Farben, sondern auch die Formen der Gegenstände richten, die auf ihm Platz finden sollen. Ist er groß, so kann er eine große Zeichnung haben. Ist er klein, so muss er eine kleine haben.«
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Quelle: Edgar Allan Poe – Sein Zimmer
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Edgar Allan Poe, der Begründer der amerikanischen short und der modernen detective story, hat heute seinen 200. Geburtstag. Wir gratulieren dem ungekrönten König der Schauerromantik und genialen Verfasser solch gruselig-brillanter Geschichten wie “Das verräterische Herz”, “Im Strudel des Malstroms”, “Der Doppelmord in der Rue Morgue”, “Der entwendete Brief”, “Grube und Pendel”, “Die Maske des Roten Todes”, “Der Untergang des Hauses Usher”, “Eine Anulkung”, …

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