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Taufbecken, Kreuzkirche, Berlin.

Goldfischmosaik im Taufbecken, Kreuzkirche Berlin


Nach über zwei Jahren und annähernd 100 Fischerteppichen ist nun Schluss. Alle Fotos wurden herausposaunt, neue Motive sind nicht in Sicht und auch nicht mehr eingeplant. Vielleicht hat es ja dem einen oder der anderen gefallen. Ich fand die Vorpommerschen Ostseeperser einfach zu exotisch, als dass ich sie hätte ignorieren können. Meine Motivation: davon sollten mehr Menschen erfahren. Das ist hiermit geschehen, mein Soll ist erfüllt – nächstes Projekt!

Das war’s vom Darß. Adé!

Fischerteppich Nr. 90

Fischerteppich-90-Wusterhusen

Fischerteppich zu Füßen des Altars in Wusterhusen

Sternfischteppich in Rot und Blau

Foto: Stine Rugen
Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Johanneskirche Wusterhusen
Maße: 186 x 89
Jahr: 1976

In der Johanneskirche von Wusterhusen, das die Spitze seines sakralen Backsteingebäudes sogar im Ortswappen führt, gibt es einen Fischerteppich. Wie das Foto zeigt, liegt der Teppich vorm Altar auf dem Fußboden. Das kleine Örtchen Wusterhusen liegt übrigens bei Lubmin und kann von dort aus gut mit dem Fahrrad erreicht werden. Beide Orte wiederum liegen in Vorpommern, Deutschlands Sonnendeck, zwischen den Hansestädten Greifswald und Wolgast.

Zurück zum Fischerteppich. Den beigen Teppichspiegel zieren rotblaue Achtfischrosetten, die in der Anordnung ein sternartiges Muster ergeben. Der Teppichrand wird von einem Wellenband mit sich überschlagenen Wellen gebildet. Die Farben der Fische, Rot und Blau, werden hier aufgegriffen und verlagern den optischen Schwerpunkt ins Flächige. Vielleicht stammt dieses schicke Bodentextil sogar noch aus den Händen der Wusterhusener Teppichknüpferin Dora Runge. Wer weiß?

Auch sonst sind Dorf und Kirche von Wusterhusen im Ziesewinkel einen Ausflug wert. In der Dorfkirche gibt es einen bildschönen Altar, im Ort zweihundert Jahre alte Fachwerkhäuser mit Lehmausfachungen. Zeit mitbringen!

Fischergang in Stralsund

Vorsicht: In Stralsund gibt es eine Fischergang.


Der Vollständigkeit halber sei diese Pressenotiz nachgereicht: Das Nautineum auf dem Kleinen Dänholm in Stralsund besitzt seit Juli 2010 einen eigenen Fischerteppich. Das in 70 Stunden aus 27.594 Knoten handgefertigte Textil wurde dem Museum von der Gemeinnützigen Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH in Mölschow auf der Insel Usedom überreicht. Es handelt sich hierbei um ein von einer Wellenkante umrandetes Muster mit Ankerkreuzen und Fischen.

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Fischerteppich Nr. 89

Jesus am Kreuz - Anklicken zum Ankieken

Altarteppich in der Christophorus-Kirche zu Kröslin

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Anfertigung: Familie Pagenkopf aus Freest
Maße: ca. 3 x 2 Meter
Jahr: 1948

Ein Schlussakkord in Moll. Einer der bekannteren Fischerteppiche ist der Altarteppich in der Krösliner Kirche.

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Fischerteppich Nr. 88

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Fischerteppich mit Leuchtturm

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: privat
Maße:
Jahr: 1930er

„Rentnerin E. Busch aus Lassan entdeckte diesen Fischerteppich. Dessen Alter schätzt die Teppichknüpferin auf etwa 70 Jahre. Der Teppich weist neben den noch heute geläufigen Motiven auch zwei fast vergessene auf: den Leuchtturm und die Boje.“

~

(Quelle: Ostsee-Zeitung vom 19. August 2005)

Fischerteppich Nr. 87

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Gewebter Wandbehang

Urweberrecht: Frida Stundl-Pietschmann
Besitz: Museum Kaffeemühle Wolgast
Maße:
Jahr:

Zur Abwechslung ein gewebter Wandbehang statt eines geknüpften Teppichs. Das rotweiße Muster lässt auf schwedische Vorbilder schließen. Passt gut in eine nordische Bauernküche.

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Möwenteppich

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Museum Kaffeemühle Wolgast
Maße:
Jahr:

Hier kann man sehen, welche Farben nicht miteinander kombiniert werden dürfen. An diesem Beispiel sollte man sich kein Beispiel nehmen.

Ein Pommerscher Teppich der völlig anderen Art. Aufgrund der lang anhaltenden Hitzewelle blühen in Achterwasser, Peenestrom und anderen Ostseerandgewässern die Blaualgen. Die tägliche Sonneneinstrahlung führte zu hohen Wassertemperaturen von bis zu 28 Grad Celsius im Achterwasser, was das Wachstum der Einzeller begünstigt, die übrigens nicht zur Gruppe der Pflanzen gehören.

Weil sich ein bis zu ein Meter breiter Algenteppich am Ufersaum gebildet hatte, stellten die Behörden an den Badestellen von Usedom Stadt, Quilitz, Balm und Pudagla Warnschilder auf (Quelle hier). Die Usedomer Ostseeküste ist dem Gesundheitsamt zufolge frei von Blaualgen.

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Waldteppich

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Museum Kaffeemühle Wolgast
Maße:
Jahr:

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Teppichentwurf Schwanensee

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Museum Kaffeemühle Wolgast
Maße:
Jahr:

Dieser Fischerteppich ist kein Teppich sondern nur ein Entwurf. Mit Pinsel und Farbe auf Papier aufgetragen, vermutlich eine Schülerarbeit. Das Bild steckte unter Glas, darum die leichte Unschärfe.