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Im Weblog Lichtbilder vom Darß findet sich ein schönes Foto von der Teppichknüpferin Helga Grabow bei der Arbeit. Die rüstige Dame gehört zu den letzten Knüpferinnen, die die Tradition der Freester Fischerteppiche weiterführen. Interessierte Menschen können sie beim Teppichknüpfen in der Heimatstube Freest besuchen und beobachten.

Der Tempel von Abu Simbel in Ägypten, die Felsenkirchen von Lalibela in Äthiopien, der Grand Canyon in den USA und Ayers Rock in Australien haben etwas gemeinsam: Alle vier gehören zum Welterbe der UNESCO. Erstere zum Weltkulturerbe, letztere zum Weltnaturerbe. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 911 Denkmäler in 151 Ländern. Davon sind 704 Kultur- und 180 Naturdenkmäler. Die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal gehört allerdings nicht mehr dazu, dafür aber der grenzüberschreitende Fürst-Pückler-Park von Bad Muskau und der Stadtkern von Bamberg.

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Taufbecken, Kreuzkirche, Berlin.

Goldfischmosaik im Taufbecken, Kreuzkirche Berlin


Nach über zwei Jahren und annähernd 100 Fischerteppichen ist nun Schluss. Alle Fotos wurden herausposaunt, neue Motive sind nicht in Sicht und auch nicht mehr eingeplant. Vielleicht hat es ja dem einen oder der anderen gefallen. Ich fand die Vorpommerschen Ostseeperser einfach zu exotisch, als dass ich sie hätte ignorieren können. Meine Motivation: davon sollten mehr Menschen erfahren. Das ist hiermit geschehen, mein Soll ist erfüllt – nächstes Projekt!

Das war’s vom Darß. Adé!

Fischerteppich Nr. 90

Fischerteppich-90-Wusterhusen

Fischerteppich zu Füßen des Altars in Wusterhusen

Sternfischteppich in Rot und Blau

Foto: Stine Rugen
Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: Johanneskirche Wusterhusen
Maße: 186 x 89
Jahr: 1976

In der Johanneskirche von Wusterhusen, das die Spitze seines sakralen Backsteingebäudes sogar im Ortswappen führt, gibt es einen Fischerteppich. Wie das Foto zeigt, liegt der Teppich vorm Altar auf dem Fußboden. Das kleine Örtchen Wusterhusen liegt übrigens bei Lubmin und kann von dort aus gut mit dem Fahrrad erreicht werden. Beide Orte wiederum liegen in Vorpommern, Deutschlands Sonnendeck, zwischen den Hansestädten Greifswald und Wolgast.

Zurück zum Fischerteppich. Den beigen Teppichspiegel zieren rotblaue Achtfischrosetten, die in der Anordnung ein sternartiges Muster ergeben. Der Teppichrand wird von einem Wellenband mit sich überschlagenen Wellen gebildet. Die Farben der Fische, Rot und Blau, werden hier aufgegriffen und verlagern den optischen Schwerpunkt ins Flächige. Vielleicht stammt dieses schicke Bodentextil sogar noch aus den Händen der Wusterhusener Teppichknüpferin Dora Runge. Wer weiß?

Auch sonst sind Dorf und Kirche von Wusterhusen im Ziesewinkel einen Ausflug wert. In der Dorfkirche gibt es einen bildschönen Altar, im Ort zweihundert Jahre alte Fachwerkhäuser mit Lehmausfachungen. Zeit mitbringen!

Fischergang in Stralsund

Vorsicht: In Stralsund gibt es eine Fischergang.


Der Vollständigkeit halber sei diese Pressenotiz nachgereicht: Das Nautineum auf dem Kleinen Dänholm in Stralsund besitzt seit Juli 2010 einen eigenen Fischerteppich. Das in 70 Stunden aus 27.594 Knoten handgefertigte Textil wurde dem Museum von der Gemeinnützigen Regionalgesellschaft Usedom-Peene mbH in Mölschow auf der Insel Usedom überreicht. Es handelt sich hierbei um ein von einer Wellenkante umrandetes Muster mit Ankerkreuzen und Fischen.

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Fischerteppich Nr. 89

Jesus am Kreuz - Anklicken zum Ankieken

Altarteppich in der Christophorus-Kirche zu Kröslin

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Anfertigung: Familie Pagenkopf aus Freest
Maße: ca. 3 x 2 Meter
Jahr: 1948

Ein Schlussakkord in Moll. Einer der bekannteren Fischerteppiche ist der Altarteppich in der Krösliner Kirche.

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Fischerteppich Nr. 88

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Fischerteppich mit Leuchtturm

Urweberrecht: Rudolf Stundl
Besitz: privat
Maße:
Jahr: 1930er

„Rentnerin E. Busch aus Lassan entdeckte diesen Fischerteppich. Dessen Alter schätzt die Teppichknüpferin auf etwa 70 Jahre. Der Teppich weist neben den noch heute geläufigen Motiven auch zwei fast vergessene auf: den Leuchtturm und die Boje.“

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(Quelle: Ostsee-Zeitung vom 19. August 2005)