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Posts Tagged ‘Ausstellung’

»Das war zu jener Zeit, als ich an einem Freundschaftsteppich für Conny arbeitete, heimlich und ausdauernd, an einem Stück, von dem ich nur wünschte, dass es auf der ersten Teppichausstellung gezeigt werden könnte, die, vom Lucknower Heimatverein angeregt, von Sonja Turk lustlos unterstützt, in unserem Museum hängen sollte.

Beim Hängen stellte es sich heraus, dass von den zweiundzwanzig ausgestellten Stücken neunzehn unverkäuflich waren, sei es, dass sie von ihren Eigentümern geliehen waren, sei es, dass Sonja Turk sich nicht von ihnen trennen wollte -, zweiundzwanzig Stücke insgesamt, ja, und du kannst dir nicht vorstellen, wie da die Farben und Formen miteinander konkurrierten und wie die Inhalte – denn unsere Teppiche hatten Inhalte – alles über uns preisgaben; sogar im Ornament spiegelte sich etwas von unserer Eigenart.«
~
Quelle: Siegfried Lenz – Heimatmuseum. Roman

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Teppiche auf dem Sofa

Fischerteppiche auf der Couch


Bisher war das Freestland-Blog eher bildlastig, da es vor allem als virtuelle und museale Fischerteppich-Galerie zu verstehen ist. Heute soll es rein „textil“ zugehen, denn PD Dr. Kurt Feltkamp aus Greifswald war so freundlich, der Fischerteppich-Initiative sein Redemanuskript zur Ausstellungeröffnung anlässlich des 110. Geburtstages des „Vaters der Fischerteppiche“ zur Verfügung zu stellen. Kurt Feltkamp erwähnt darin seinen Erstkontakt mit Stundl und liefert wertvolle Hintergrundinformationen zum geschichtlichen Verständnis der Fischerteppichbewegung in Vorpommern. Oberstes Ziel des Redemanuskripts wie dessen weltweiter digitaler Wiedergabe im Internet ist es, die Erinnerung an einen Mann wach zu halten, dessen Stiftung und Preis demnächst gelöscht werden sollen, wenn es nach den derzeit Verantwortlichen geht. Dazu an dieser Stelle ein ander Mal mehr.

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Das Freestland-Blog präsentiert 160 Jahre Fischerteppiche, die sich in zwei Ausstellungen mit dem identischen Titel „80 Jahre Freester Fischerteppiche“ aufteilen. Die erste, eine Wanderausstellung der Gemeinnützigen Regionalgesellschaft Usedom-Peene, wandert derzeit unter dem Zusatztitel „Wi knüppen un wäben en Teppich för’t Leben“ durch Ostvorpommern. Aktuell ist die Exposition mit überwiegend neueren Exponaten noch bis zum 1. Dezember im Anklamer Steintor zu sehen. Danach geht es weiter nach:

Zinnowitz: Hotel Baltic (Nikolaustag 6.12. – 12.1.2009)
Lubmin: Seebadzentrum (17.1. – 14.2. Valentinstag)

Seit dem 19. November gibt es auch im Wolgaster Museum Kaffeemühle eine Sonderausstellung mit eher historischen Fischerteppichen zu sehen, darunter zwei besondere Teppiche von 1929 aus dem Bestand des Pommerschen Landesmuseums in Greifswald, zwölf Musterentwürfe von Kinderzeichnungen, die Gründungsurkunde der PGH „Volkskunst an der Ostsee“ sowie vier Web- und 19 Knüpfteppiche. Diese Ausstellung dauert bis zum 28. März 2009.

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2008 feiern die Fischerteppiche ihren 80. Geburtstag, denn 1928 wurde die Idee zu dieser Nebenbeschäftigung für die Freester Fischer geboren. Aus diesem Grund wandert eine Ausstellung unter dem Slogan „Wi knüppen un wäben en Teppich för’t Leben“ durch Vorpommern. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgte am 21. Juli 2008 – natürlich! – in der Freester Heimatstube und wird dort bis zum 21. August zu sehen sein.

Eingangstor zur Heimatstube in Freest
Eingangstor zur Heimatstube in Freest

Weitere Termine im Anschluss sind:
– 25. August – 25. September 2008 in Mölschow: Alte Gutsanlage
– 31. Oktober – 1. Dezember 2008 in Anklam: Steintor
– 6. Dezember – 12. Januar 2009 in Zinnowitz: Hotel Baltic
– 17. Januar – 14. Februar 2009 in Lubmin: Seebadzentrum

Und zum Nachtisch: Anlässlich einer bereits zurückliegenden Ausstellung in Greifswald (13. März – 30. April 2008) zum 110. Geburtstag des „Paten der Fischerteppiche“ Rudolf Stundl erschien ein schicker und sehr informativer Ausstellungskatalog. Der Katalog wurde von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität herausgegeben, denn diese verwaltet den künstlerischen Nachlass Stundls, darunter eben auch 23 Fischerteppiche.

Der Katalog des Autorenduos Birgit Dahlenburg und Kurt Feltkamp heißt Freester Fischerteppiche der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Das quadratische Büchlein hat 70 Seiten und verfügt über einen sehr schönen Bildteil mit farbigen Knüpf- und Webarbeiten von Rudolf Stundl und seiner Frau Frida Stundl-Pietschmann. Der Katalog kann über den traditionellen Buchhandel bezogen werden und kostete mich 6,90 Euro.

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