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Posts Tagged ‘Heimatmuseum’

Im Bereich Alltagskultur II: Textilien > Raumschmuck > Teppich des Deutschen Historischen Museums in Berlin (DHM) habe ich zwei weitere Freester Fischerteppiche ausfindig machen können. Aus bildrechtlichen Gründen können die beiden Teppiche hier nicht gezeigt werden, wohl aber jeweils ein Link. Hier die Angaben dazu:

Freester Fischerteppich I
Datierung: 1986
Werkstatt: PGH Volkskunst an der Ostsee
Entstehungsort: Wolgast
Entstehungsland: Deutschland (historisch: DDR)
Maße: 68 x 49 cm (Höhe x Breite)
Material/Technik:
– Wolle (mehrfarbig) / geknüpft, gewebt, geknotet
– Hanf / geknüpft
Datenblatt im Online-Archiv des DHM

Freester Fischerteppich II
Datierung: 1955
Entstehungsort: Freest
Entstehungsland: Deutschland (historisch: DDR)
Maße:
– Teppich: 92,5 x 174 cm (Höhe x Breite)
– Fransen: 11 cm (Länge)
Material/Technik:
– Wolle (mehrfarbig) / geknüpft, geknotet, eingefasst
– Leinen (beige) / geknotet
Datenblatt im Online-Archiv des DHM

Somit ist das DHM Berlin neben dem Grassi-Museum Leipzig, dem Museum Folkwang Essen, der Lassaner Mühle, der Wolgaster Kaffeemühle, der Freester Heimatstube und dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald im Besitz von Pommerschen Fischerteppichen.

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Im Weblog Lichtbilder vom Darß findet sich ein schönes Foto von der Teppichknüpferin Helga Grabow bei der Arbeit. Die rüstige Dame gehört zu den letzten Knüpferinnen, die die Tradition der Freester Fischerteppiche weiterführen. Interessierte Menschen können sie beim Teppichknüpfen in der Heimatstube Freest besuchen und beobachten.

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»Die Teppichmeisterin gab mir einen Wink, ich löste die Schnur und schlug aus dem Packpapier einen von Indigoblau bestimmten Wandteppich, den sie bei uns auch tagsüber auf das Bett legten, ein Stück, ein Doppelgewebe von exakter Schönheit, das ich – so weit war ich bereits – sofort als eine Arbeit von Sonja Turk erkannte.

In den Ecken, lindgrün auf grauweißem Feld, der Dreispross; die Mittelfläche indigoblau, von roten Streifen unterfeuert; im Zentrum – nie wieder habe ich dies gesehen – ein mandelförmiges Auge, ernst und von unbarmherziger Gelassenheit. Ich hatte das Gefühl, dass dies Auge mich erkannte, mich abfragte, ein Auge, das alles gesehen hatte und mit allem rechnete. Es ruhte auf mir mit seiner kalten Wissbegier und ließ mich nicht los, als ich zurücktrat und dann zur Seite, alles im Raum schien ihm erreichbar, diesem rosafarbenen Auge mit der schwarzen Iris…«
~
Quelle: Siegfried Lenz – Heimatmuseum. Roman

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