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Posts Tagged ‘Lassan’

Rot blüht schon der Mohn

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Das Mohnfeld

Und auf der stillen Wiese stand
Rings Mohn bei Mohn und unbewegt,
Und war bis an den fernsten Rand
Der rote Teppich hingelegt.

Und auf dem roten Teppich lag,
Von tausend Blumen angeblickt,
Ein schöner, müder Sommertag,
Im ersten Schlummer eingenickt.

(Gustav Falke, 1853-1916)

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Eingang zum Notke-Museum?

Eingang zum Fischerteppich- oder Notke-Museum?

Im Mittelalter waren Künstler noch namenlose Gesellen. Wer kennt schon die Maler, Bildhauer und Baumeister der Kirchen und Döme? Erst zum Ende des Mittelalters treten die ersten bekannten Meister in die kollektive Wahrnehmung, was neben der Entdeckung Amerikas (1492) und der Reformation (1531) ein Anzeichen für den Anbruch einer neuen Zeit war. Zu den bekanntesten Bildhauern des ausgehenden Mittelalters gehören im deutschsprachigen Raum Tilman Riemenschneider (1460-1531), Veit Stoß (1448-1533), Johannes Brüggemann (1480-1540) und Bernt Notke (1430/40-1509).

Bernt Notke wurde um 1435 in Lassan geboren, vor 500 Jahren ist er in Lübeck gestorben. Seine bekanntesten Arbeiten sind der Lübecker Totentanz, das Triumphkreuz und der Johannesaltar der Schonenfahrer in Lübeck, die Sankt-Georgs-Gruppe in der Storkyrkan zu Stockholm und der Hochaltar im dänischen Århus. Notke galt seinerzeit als bedeutendster Künstler des Ostseeraumes. Mich würde ja mal brennend interessieren, wie die Lassaner

1. Bernt Notkes 500. Gedenktag begehen und
2. wie sie damit Touristen in den Ort locken?
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Fisherman's Desktop N°1

Lassaner Fischernetz (© 2009 Fietje Fischer)


Schwerin (rft). Die Weltwirtschaftskrise ist nun auch in Vorpommern angekommen. Aus diesem Grund hat die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern gestern eine Neuauflage der genossenschaftlichen Teppichknüpferei beschlossen. Demnach sollen im Landkreis Ostvorpommern Knüpfstuben eingerichtet werden, in denen nach traditionellem Verfahren sogenannte „Fischerteppiche“ gewebt werden. Der beschlossene Etat für diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme hat einen Umfang von voraussichtlich 18,8 Millionen Euro.

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„…und wenn wir uns rühmen, in einem Land zu leben, in dem sozialer Friede herrscht, so haben die Genossenschaften daran einen wichtigen Anteil.“
(Karl Carstens, Bundespräsident 1979-84)

Schulze-Delitzsch

Schulze-Delitzsch

Wer in der Lassaner Gartenstraße wohnt oder im Schützenhof und nachts das Fenster öffnet, kann es bei günstigen Windverhältnissen schnuppern: frisch gebackenes Brot. Die Bäckerei & Konditorei e.G. Lassan hat ihren Sitz in der Gartenstraße 9. Im Februar 2009 feiert die Bäcker-Genossenschaft ihren 50. Geburtstag. TUSCH!!!

Auch die Pommerschen Fischerteppiche wurden seit ihrer Entstehung bis ins Jahr 1992 genossenschaftlich gefertigt. Anfangs war die Genossenschaft eine eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung und trug den Namen Pommersche Fischer-Teppich-Heimknüpferei eGmbH. Bis 1935 hatte sie in Greifswald am Markt 10 ihren Hauptsitz. Nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten und den Wirren des Zweiten Weltkrieges wurde die Genossenschaft 1953 als PGH Volkskunst an der Ostsee neu gegründet. Die Handwerkliche Produktionsgenossenschaft war eine der ersten in der jungen DDR.

Das Prinzip der Genossenschaften ist in Deutschland und Europa (z.B. in Bologna, Italien) weit verbreitet. Seinen Anhängern gilt es als Modell des Dritten Weges; die übrigen Wege heißen Sozialismus und Kapitalismus (derzeit wird dieser mit dem Euphemismus „Marktwirtschaft“ verharmlost). Aktuell, da der globale Kapitalismus sich in einer selbst verschuldeten Krise befindet, wird wieder vermehrt über den Dritten Weg nachgedacht. Da Genossenschaften vom wirtschaftlichen und sozialen Engagement ihrer Genossenschaftsmitglieder abhängig sind, gelten sie vielen als unterstützenswerte Alternative und darüber hinaus als Schule der Demokratie. Da ist kein abstrakter Vorstand oder Big Boss, der die Ziele vorgibt, nach der Rendite schielt und sich die Taschen vollhaut.

Zu den Gründervätern des deutschen Genossenschaftswesens gehört – neben Friedrich Wilhelm Raiffeisen – der vor 200 Jahren geborene Hermann Schulze-Delitzsch. Der junge Berliner Schaltzeit-Verlag ehrt den Begründer der Volksbank und engagierten Armenanwalt mit der Neuherausgabe ausgewählter Schriften und Reden. Mit der Lektüre versteht man erst, warum es in Deutschland zur Gründung der Genossenschaften und „Vorschussvereine als Volksbanken“ (1855) gekommen ist. Das Buch versammelt seine wichtigsten Schriften, liefert eine Kurzbiografie, einen Nachruf („Unser Schulze ist nicht mehr!“) und einige prägnante Zitate von und über Hermann Schulze-Delitzsch. Wirklich lesenwert!

Hermann Schulze wurde am 29. August 1808 geboren, dem Jahr, in dem die Stahlfeder mit Spalt erfunden wurde und Goethe den ersten Teil seines “Faust” veröffentlichte, den er allerdings noch mit dem Gänsekiel hatte schreiben müssen. Zur Unterscheidung von seinen zahllosen Namensvettern wählte sich Hermann Schulze den Namen seiner Geburtsstadt Delitzsch als Zusatz. Die Volks- und Raiffeisenbanken erinnern auch heute noch unmittelbar an die beiden Genossenschaftsgründer Schulze-Delitzsch und Raiffeisen.
~
Marvin Brendel: Hermann Schulze-Delitzsch: Ausgewählte Schriften und Reden des Gründervaters der Genossenschaften. Berlin: 2008, €15,80 -> Hier kaufen!

– siehe auch hier: Geschichtspuls

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Steinfisch und Doppelanker

Besitz: Angelika Mengelkamp
Anfertigung: Angelika Mengelkamp
Jahr: nach 2000
Maße:

Dieser modern gestaltete Fischerteppich mit einem klitzekleinen Webfehler gefällt mir außerordentlich gut. Er zeigt ganz gut, wie Pommersche Ostseeteppiche mit der Zeit gehen können, ohne ihren Motivschatz zu verleugnen. Durch eine klare Gliederung und wenige, aber stark kontrastierende Farben. Fischerhütte goes Bauhaus!

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Vierfische und Ankerkreuze

Besitz: Angelika Mengelkamp
Anfertigung: Angelika Mengelkamp
Jahr: nach 2000
Maße:

Was hier auf den ersten Blick wie ein Verkehrsgarten bzw. ein Kinderteppich mit blauen Straßen und grünen Verkehrsinseln aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein typisch maritimes Ornament der Ostseeteppiche. Die Irritation in der Wahrnehmung ist der ungewöhnlichen Farbgebung geschuldet. Die Vierfische sind hier blau mit grünen Köpfen, die schwarzen Ankerkreuze, die die übrige Fläche des Teppichspiegels ausfüllen, umrahmen ein grünes Farbfeld, das wie eine Rasenfläche von oben wirkt.

Dieser Fischerteppich wurde ebenso wie die vorangegangenen (ab Nr. 13) von Angelika Mengelkamp aus Lassan entworfen und geknüpft, die Wolle dazu stammt von eigenen Schafen und wurde auch selbst versponnen. Ein rundherum vorpommersches Handarbeitsprodukt!

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Vierfische und Ankerkreuze

Besitz: Angelika Mengelkamp
Anfertigung: Angelika Mengelkamp
Jahr: nach 2000
Maße:

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