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Posts Tagged ‘Werner Kogge’

Koggeteppich von 1930

Koggeteppich
Der Kreisausschuss seinem Landrat Kogge

Besitz: Pommersches Landesmuseum Greifswald
Urweberrecht: Rudolf Stundl
Maße: ca. 180 x 250 cm
Jahr: 1930

Hierbei handelt es sich um ein Auftragswerk. Die eingewobene Widmung sagt uns, wer der Auftraggeber ist: „Der Kreisausschuss seinem Landrat Kogge“. Der sogenannte Koggeteppich war ein Geschenk des Landkreises Greifswald an den Landrat Werner Kogge, dem Ideengeber der Pommerschen Fischerteppiche.

Im Teppichspiegel sind das Meer und seine Bewohner, Fische und Segelboote zu sehen. In den vier Ecken befinden sich die Symbole der drei christlichen Tugenden, die beliebten Tätowierembleme Glaube (Kreuz), Liebe (Herz), Hoffnung (Anker). Im kreisrunden Teppich-Medaillon sehen wir die Wappen der Städte des damaligen Landkreises Greifswald: die Hansestadt Greifswald, Gützkow, Usedom, Wolgast und Lassan.

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Dankesteppich der Fischer von Freest (1929)

Die Fischer von Freest Herrn Landrat Kogge

Besitz: Pommersches Landesmuseum Greifswald
Urweberrecht: Rudolf Stundl
Maße: 123 x 88
Jahr: 1929

Die Teppich ist ein Dankeschön der teppichknüpfenden Fischer an den Landrat Werner Kogge. Der Dankesteppich enthält die Namen der 34 Freester Fischer, eine Widmung und die Jahreszahl 1929.

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Todesanzeige Rudolf Stundl

Todesanzeige Rudolf Stundl

Der vierte Vierte. Ein Datum wie aus der großen Wunschmaschine. Am einprägsamen 4.4.1990 verstarb der “Vater der Fischerteppiche” Rudolf Stundl im dankbaren Alter von 93 Jahren in Greifswald. An einem 4.2. war er in Wien zur Welt gekommen. Sternzeichen Wassermann, vielleicht auch Vierfisch, denn Stundl hatte es offensichtlich mit der Vier.

Da Stundl als Bürger der Donaumonarchie aufwuchs, ist es nicht ungewöhnlich, dass er im heutigen Slowenien zur Schule ging, in Ungarn das Abitur ablegte und 1922 im kroatischen Zagreb eine Werkstatt zur Restauration von orientalischen Teppichen eröffnete. 1928 meldete er sich auf eine Initiative des Greifswalder Landrates Werner Kogge und siedelte nach Vorpommern über, um die genossenschaftliche “Fischer-Teppich-Heimknüpferei” aufzubauen. Dabei setzte er auf maritime und regionale Ornamente. Der Rest ist Geschichte.

Erwähnt werden sollte auch, dass er aus unklaren Gründen von 1940 bis 1945 inhaftiert wurde, nach dem Krieg die Greiswalderin Frida Pietschmann heiratete und ab 1953 in der gerade gegründeten DDR eine neue Teppichknüpfer-Genossenschaft aufbaute. Ob Stundl einen österreichischen Pass besaß und dem Mief der DDR auch mal entweichen konnte, um seine Geburtsstadt Wien zu besuchen? Bestattet ist er jedenfalls in Greifswald.

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Der Greifswalder Landrat Werner Kogge kam 1928 auf die außergewöhnliche Idee mit den Fischerteppichen. Darum bedankten sich die ersten Fischer-Teppich-Knüpfer im Jahr darauf beim Landrat mit einem ganz besonderen Geschenk: einem Dankesteppich. Dieser enthielt im Umlauf die Grußadresse

„DIE FISCHER VON FREEST HERRN LANDRAT KOGGE“,

im Zentrum die Jahreszahl 1929 und in der Bordüre die Namen der 34 beteiligten Teppichknüpfer – darunter nur eine Frau! Das Geschlechterverhältnis unter den Teppichknüpfern sollte sich in den folgenden Jahren komplett ins Gegenteil verkehren, denn statt der Fischer knüpften späterhin fast ausschließlich Frauen. Hier nun die Namen aller 34 beteiligten Teppichknüpfer in alphabetischer Reihenfolge entsprechend des Familiennamens:

Richard Bening – Robert Beuge – Georg Beuge – Karl Dannenfeld – Ernst Dinse – Otto Dinse – Paul Dinse – Richard Dinse – Johann Giermann – Fridrich Herman – Richard Herman – Johan Hermann – Johan Holz – Otto Holz – Karl Lenz – Albert Lettow – Ernfrid Lettow – Ernst Lettow – Otto Lindemann – Hans Lüder – Willi Möhl – Robert Molle – Jorn Roggow – Robert Roggow – Johan Sass – Hermann Schmure – Rudolf Schüler – Erich Thurow – Willi Thurow – Ernst Witt – Herman Witt – Luise Witt – Ernst Wunderwald – Reinhold Wunderwald.

Dankesteppich von 1929

Der Dankesteppich von 1929 mit den 34 Namen

Im Anschluss einige Namen von Fischer-Teppich-Knüpfern der zweiten, dritten und vierten Generation, die ausschließlich weiblich sind (Aufzählung selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und in alphabetischer Abfolge):

Emma Bartels – Anna Beuge – Gretlies Brauns – Erika Busch – Trude Dinse – Gisela Flachsmeyer – Emma Giermann – Helga Grabow – Angelika Mengelkamp – Familie Pagenkopf – Frida Pietschmann – Hannelore Rosenthal – Renate Rosenthal – Ruth Wiska – Herta Witt – Gisela Zeidler – Brigitte Zimmermann

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